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Koordinierungsstelle

 

Frühe Unterstützung bei Schulverweigerung (FUbS)

Am Standort Jugendhof Steinkimmen bildet die V I A S O L in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oldenburg die Anlaufstelle zum Thema "Frühe Unterstützung bei Schulverweigerung (FUbS)". Sie koordiniert und organisiert im Casemanagement die Hilfsangebote für die beteiligten Kinder und deren Eltern.

Was sind die Ziele des Projekts?

Unser Ziel ist es, die Jugendlichen Schulverweigerer wieder in den Schulalltag zu integrieren und ihnen so zu ermöglichen, dass sie die Schule mit einem Haupt- bzw. mit einem Förderschulabschluss wieder verlassen.

Darüber hinaus sollen die Schüler eine (berufliche) Perspektive für sich entwickeln. Vor diesem Hintergrund werden durch Gruppenarbeiten und Mikroprojekten den Jugendlichen Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die ihnen helfen, die eigenen gesetzten Ziele zu erreichen.

Ablauf des Projekts

Die erste Kontaktaufnahme erfolgt bei der Koordinierungsstelle Schulverweigerung im Jugendamt des Landkreises Oldenburg. Anschließend erfolgt die Betreuung durch das Case Management Schulverweigerung der V I A S O L . Anschließend findet eine Erörterung der Situation, Feststellung des Entwicklungsbedarfs und die gemeinsame Verabredung eines individuellen Entwicklungsplans zusammen mit dem Jugendlichen statt.

Die Ansprechpartner der V I A S O L stehen dem Jugendlichen während des gesamten Ablauf des Projekts zur Seite. Zusammen mit dem Jugendlichen übernehmen sie die Organisation, Vermittlung und Begleitung der festgelegten Maßnahmen. Eine Auswertung und Weiterentwicklung des Entwicklungsplans erfolgt ebenfalls gemeinsam mit dem Jugendlichen bis hin zur vollständigen Reintegration in die Regelschule.

Wer kann an FUbS teilnehmen?

Im Rahmen von "Frühe Unterstützung bei Schulverweigerung" können Kinder und Jugendliche betreut werden, die

  • zwischen 12 und 16 Jahre alt sind (im Einzelfall auch bis zu 26 Jahren)

  • eine weiterführende Schule mit dem Ziel des Erwerbs eines Förder- oder Hauptschulabschlusses besuchen

  • Schule entweder dadurch verweigern, dass sie im Unterricht nicht mitarbeiten oder die Schule öfter fern bleiben und viele Fehlzeiten haben bzw. die Schule gar nicht mehr besuchen

Die Reintegration der Jugendlichen in den Regelunterricht ist übergeordnete Prämisse. Um dieses Ziel zu erreichen werden zwei außerschulische Lernorte unterhalten.

  • In Ahlhorn befindet sich die das Bootsbauprojekt zur Restaurierung alter Boote.

  • Auf dem Jugendhof Steinkimmen können die Kinder in der Kreativabteilung und den verschieden Qualifizierungssträngen gefördert werden.

Die Kinder nehmen an diesen Standorten auch an einem allgemeinbildenden Unterricht teil.

Außerschulischer Lernort Bootsbau in Ahlhorn

Das Projekt Bootsbau ist ausschließlich an der Praxis orientiert und basiert auf Tatsachen, z.B. das Erklären der Herstellung einer Plankenverbindung. Die praktische Anwendung ist später für die Arbeitsaufgabe (Reparatur, Ausbau) notwendig. Es werden also keine Übungsstücke hergestellt, sondern es wird direkt am geplanten Objekt gelehrt. Mit Hilfe der Projektmethode wird angestrebt, die Jugendlichen in den "produktiven" und "intellektuellen" Gesamtprozess eines Arbeitsauftrages zu integrieren.

Außerschulischer Lernort Jugendhof Steinkimmen

Der Jugendhof Steinkimmen ist ein Seminarhaus und Tagungshaus auf einem ruhigen Waldgelände zwischen Bremen und Oldenburg. Er ist ein lebendiger Ort der Begegnung für Jugendliche und Erwachsene und wird von verschiedensten Gästegruppen als Bildungsstätte genutzt. Hier treffen sich Betriebe mit ihren Auszubildenden, Schulklassen, Weiterbildungsgruppen, Kultur- und Musikgruppen, Vereine und andere Gastgruppen.

Jugendhof Steinkimmen


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